Wer sein Auto verkaufen möchte, sollte zunächst einmal den Autowert ermitteln, bevor er sich um den Verkauf kümmern. Sehr viele Autofahrer vergleichen dafür die Eckwerte ihres Fahrzeugs mit den Daten gleicher Modelle auf großen Verkaufsplattformen und setzen den Wert ihres eigenen Autos aus dem Bauch heraus fest. Allerdings handelt es sich dabei um eine äußerst ungenaue Methode, um den tatsächlichen Wert zu ermitteln. Denn sie lassen dabei oft wichtige Faktoren, die den tatsächlichen Wert maßgeblich beeinflussen, unter den Tisch fallen. Ein großer Fehler ist es auch, den Wert des Autos mit den Preisen eines Gebrauchtwagenhändlers zu vergleichen. Denn dieser bietet oft Serviceleistungen an, für welche die Käufer auch gern einen etwas höheren Preis bezahlen.. Das hat zur Folge, dass die Verkäufer den Wert oft höher einschätzen, als er tatsächlich ist.

Möglichkeiten zur genauen Ermittlung des Autowertes

Eine weitere Möglichkeit, um den Autowert zu ermitteln, sind externe Dienstleister wie beispielsweise DAT oder Schwacke. Die Verkäufer müssen lediglich auf den Plattformen der Anbieter die abgefragten Daten über das Fahrzeug von PS, über die Reifen und Felgen bis hinzu der Farbe eingeben und erhalten die Bewertung innerhalb von wenigen Minuten. Allerdings ist dieser Service nicht kostenlos. Hier müssen die Verkäufer durchschnittlich einen Betrag von 7,95 bis 12,95 Euro bezahlen, damit eine Bewertung des Autos erfolgt.

Allerdings sollten die Verkäufer diesen Wert nicht als endgültigen Wert betrachten. Denn der Wert wird nicht individuell ermittelt, sondern anhand statistischer Daten geschätzt. Die Basis für diesen Schätzwert stellt ein Auto mit einer durchschnittlichen Ausstattung und durchschnittlichen Gebrauchsspuren dar. Besitzt ein Auto jedoch Sonderausstattung, muss eine Korrekturliste herangezogen werden, wodurch der Schätzwert konkreter auf das eigene Fahrzeug zugeschnitten wird. Damit das geschieht, müssen die Verkäufer aber ein Abo abschließen, was sich angesichts der hohen Kosten im dreistelligen Bereich für eine einmalige Bewertung nicht lohnt.

Eine Alternative: kostenlose Online-Rechner

Mittlerweile bieten aber auch verschiedene Dienstleister im Internet kostenlos den Service der Autobewertung an. Auch hier müssen die Verkäufer verschiedene Daten wie beispielsweise die Motorisierung, die Erstzulassung, Marke und Modell sowie den Kilometerstand eingeben. Allerdings fließt in diese Bewertung vielfach nicht der Zustand des Fahrzeugs oder eventuell vorhandene Mängel mit ein.

Wichtig ist es vor allem, dass die Verkäufer einen seriösen Anbieter für die Bewertung des Fahrzeugwertes auswählen, der mit realen Marktdaten arbeitet. Denn weil sich Angebot und Nachfragen auf dem Markt für gebrauchte Autos erheblich unterscheiden können, liegen oft große Unterschiede zwischen dem statistisch ermittelten Wert und dem tatsächlichen Marktwert. Beispielsweise liegt der Wert eines Cabrios im Sommer höher als in der kalten Jahreszeit, weil die Nachfrage entsprechend größer ist.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.